Die korrekte Zeckenentfernung bei Tieren ist von großer Bedeutung. Eine nicht ordnungsgemäß durchgeführte Extraktion der Schmarotzer kann ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die bekanntesten von der Zecke übertragenen Krankheiten sind neben FSME, der Lyme-Borreliose, der Zeckenparalyse und Anaplasmose. Daneben ist die Babesiose besonders in der Veterinärmedizin eine gefürchtete, von der Zecke verursachte Erkrankung.

Entfernen von Zecke beim Welpen

Entfernen von Zecke beim Welpen mit Zeckenzange

Repellentien wie verschiedene Spot-on-Präparate liefern nicht immer einen sicheren Schutz gegen die lästigen Blutsauger, sollten aber sicherlich als vorbeugende Maßnahme genutzt werden. Meist liegt die geringe Wirksamkeit der Lösungen an einer nicht ordnungsgemäßen Verwendung oder aber daran, dass die Zecke, wie die meisten Parasiten, eine Resistenz gegenüber dem Präparat entwickelt hat. Dies garantiert somit nicht immer die Vermeidung eines Zeckenbefalles beim Tier. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist ebenfalls, dass die Spinnentiere nur im Frühling und Sommer aktiv sind. Temperaturen von bis zu 5°C sind für die Zecke kein Problem, sodass ein Befall sogar im Herbst und Winter möglich ist.

Korrekte Entfernung der Zecke

Zunächst gilt: wer eine Zecke noch nie entfernt hat, der sollte es sich zunächst von einer fachkundigen Person, wie beispielsweise einem Tierarzt, zeigen und erklären lassen. Keinesfalls sollte versucht werden, die Zecke gewaltsam aus der Haut zu reißen, da die Gefahr besteht, sie zu zerquetschen. So würde das Risiko von Infektionen und Entzündungen erhöht werden.  Wichtig ist, dass die Entfernung des Blutsaugers unmittelbar nach Entdeckung von diesem durchgeführt wird. Optimalerweise geschieht dies in den ersten 24h nach dem Befall des Wirtes.
Viele im Internet verbreitete Behandlungstipps bei Zeckenbefall sollten auf keinen Fall in der Realität angewandt werden. Gerade um Infektionen mit gefährlichen, durch die Zecke verursachten Krankheitserregern auf das Tier zu vermeiden, ist es wichtig, die Zecke ordnungsgemäß zu entfernen. Hierzu eignet sich die Zeckenzange hervorragend. Sie ist sowohl aus Kunststoff, als auch aus Edelstahl erhältlich und garantiert bei korrekter Anwendung eine sichere Extraktion des Hautparasiten.

Einsatz der Zeckenzange beim Tier

So wird’s gemacht:

Scheiteln Sie das Fell des Tieres an der Stelle, an welcher die Zecke sich festgesogen hat. So vermeiden sie das Ausreißen von Haaren und können den Parasiten unmittelbar greifen. Drücken Sie auf den Knopf, welcher sich am anderen Ende der Zeckenzange befindet, sodass sich die Haltebacken der Zange öffnen. Legen Sie diese so dicht wie möglich über der Haut an und entfernen Sie den Finger vom Knopf. Die Haltevorrichtung schließt automatisch. Nun ziehen sie die Zecke behutsam und gerade nach oben heraus.
Entsorgen Sie das Ungeziefer am besten, in dem Sie es in ein Papiertuch einhüllen und verbrennen oder vollständig zerquetschen. Zecken sind besonders widerstandsfähige und anpassungsfähige Parasiten. Unter Wasser überleben Sie bis zu 3 Wochen und in der Gefriertruhe bei -12°C bis zu 24h.

Zeckenzangen für die Tierarztpraxis oder den Privatgebrauch

Die passenden Zeckenentferner, insbesondere Zeckenzangen, finden sie in großer Auswahl und zu günstigen Preisen bei Praxisdienst. Zeckenzangen aus Metall sind besonZeckenzangeders stabil und ermöglichen so ein festes und sicheres Greifen des Spinnentieres, ohne dieses dabei zu zerquetschen. Ebenfalls gerne verwendet werden Zeckenzangen aus Kunstoff.

Instrumente zur Zeckenentfernung sollten weder in tiermedizinischen Praxen/Kliniken, noch im privaten Haushalt fehlen.

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