Damit Nutztiere, wie Schweine, Rinder und Geflügel ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten können und die Endprodukte möglichst hochwertig sind, ist es wichtig, die Gesundheit neu eingestallter Tiere zu schonen. Der Stress der Einstallung könnte das Immunsystem der Tiere bereits schwächen, eine gründliche Stalldesinfektion hilft den Tieren so gesund zu bleiben und erspart dem Landwirt die kostspielige Therapie erkrankter Tiere. Die optimale Desinfektion von Stallanlagen setzt sich aus 4 Punkten zusammen: 

1. Schutzkleidung 

Um eine gründliche Stalldesinfektion durchführen zu können, ist es wichtig sich selbst vor den hochwirksamen Chemikalien zu schützen. In der Regel verwendet der Landwirt Schutzhandschuhe, die für die Verwendung mit Chemikalien geeignet sind, eine Schutzbrille sowie einen Atemschutz. Nur ein gut geschützter Landwirt kann ohne Zurückhaltung agieren und die Stalldesinfektion wie empfohlen durchführen. 

 

2. Reinigung der Stallanlagen

Die eigentliche Reinigung der Gerätschaften, des Stallinnenbereichs und der Hoffläche unterteilt sich in mehrere Schritte. Beginnend mit der Grobreinigung, die durch Besen, etc durchgeführt wird, folgt das Einweichen des Stallinneren. Die Reinigungsflüssigkeit wird im Idealfall mit einem Hochdruckgerät aufgebracht und mehrere Stunden einwirken gelassen. Darauffolgend: die Reinigungsphase – hier wird das Reinigungsmittel möglichst in nur eine Richtung aufgetragen, um bereits gesäuberte Flächen nicht erneut zu verschmutzen. Nachgespült wird mit klarem Wasser. Die Reinigungsphase gilt erst dann als abgeschlossen, wenn das abfließende Wasser frei von Schmutz ist. 

 

3. Wahl des Stalldesinfektionsmittels

Bei der Wahl des Stalldesinfektionsmittel gilt es mehrere Dinge zu beachten, um weder Mensch noch Tier zu schaden und Mikroorganismen und Parasiten wirkungsvoll abzutöten. Mittel zur Stalldesinfektion sollten DVG-geprüft sein und für die Tierhaltung als wirksam eingestuft worden sein. Das Wirkspektrum ist ein wichtiger Faktor – so wird z.B. gerne die Stalldesinfektion Ascarosteril AB® verwendet, da sie antiparasitäre und antimikrobielle Wirkung in einem Präparat kombiniert. 

 

4. Ausbringung / Stalldesinfektion

Um nicht gleich mit einem der häufigsten Fehler zu beginnen: warten Sie ab, bis die Flächen nach der Reinigung abgetrocknet sind! Ist die Fläche noch feucht, verdünnt sich die Stalldesinfektion und der Vorgang ist ohne Nutzen. Ebenso sollte auf die Temperatur des Desinfektionsgemischs geachtet werden, denn je nach Stalldesinfektion ist der Wirkstoff bei zu niedriger Temperatur weniger wirksam oder bei zu hoher Temperatur zu instabil. Beachten Sie hier bitte auch die Umgebungstemperatur, Temperatur der Oberflächen, etc. und berechnen Sie diese mit ein!

Je nach Desinfektionsmittel wird die Lösung per Hochdruckgerät oder Kaltnebelgerät aufgebracht. Alle im Stall befindlichen Einbauten sowie Wände, Böden und Decken werden in angegebener Menge und Dosierung eingesprüht. Man arbeitet sich so von der Decke zum Boden und von hinten nach vorne strategisch durch. Beachten Sie die Einwirkzeit und die Notwendigkeit der Nachspülung der Stalldesinfektion

 

In der Regel sind Stallungen nach durchgeführter Desinfektion 4-5 Tage leer stehen zu lassen und eine ordentliche Dokumentation der Stalldesinfektion durchzuführen. 

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