auskultatorische Messung des Blutdrucks bei einem Hund

Blutdruckmessung bei einem älteren Hund

Den vorherrschenden Druck innerhalb eines Blutgefäßes nennt man den „Blutdruck“. Erhöhter Blutdruck ist Symptom und Folge verschiedener Erkrankungen, wie Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen oder Diabetes mellitus und der Schilddrüsen-Überfunktion. In der Tiermedizin ist ein erhöhter Blutdruck immer pathologisch – die regelmäßige Blutdruckmessung sollte innerhalb der Sprechstunde Routine sein!

Den Blutdruck kann man auf verschiedenen Wegen messen. Im Normalfall üblich ist die nicht-invasive Messung, also ohne Eingriff in den Körper des Tieres. Befindet sich der Hund in Narkose oder in Intensiv-Überwachung, wird der Blutdruck über angeschlossene Überwachungsmonitore erfasst. Wird er jedoch vor der Impfung oder bei einer Untersuchung routinemäßig erfasst, werden kleine tragbare Blutmessgeräte verwendet. Mit ihnen wird der Blutdruck wahlweise auskultatorisch oder oszillatorisch gemessen:

 

Die auskultatorische Blutdruckmessung beim Hund

Um den Blutdruck auskultatorisch zu messen, wird dem Hund eine aufblasbare Manschette in optimaler Größe um ein Bein oder um den Schwanz gelegt. Sie wird etwas weiter als zum erwarteten arteriellen Druck aufgepumpt und dann langsam wieder abgelassen. Mit einem Flachstethoskop, das man am unteren Rand der Manschette auf die Extremität hält, kann man die Geräusche des systolischen und diastolischen Blutdrucks hören und beide Werte der Skala ablesen.

Blutdruckmessung Korotkow-Geräusch: Da beim Aufpumpen der Manschette der Blutstrom in der Arterie unterbrochen wird, ertönt beim Ablassen des Drucks ein Geräusch (pulssynchron) durch den erneuten Blutdurchfluss. Dieses Geräusch wird dem oberen, systolischen Wert zugeschrieben. Verebbt das Geräusch durch vollständiges Ablassen des Drucks, wird der aktuelle Wert als der diastolische, untere Wert notiert.

Während diese Art der Messung bei größeren Hunden häufig eingesetzt wird, kann die auskultatorische Messung bei sehr kleinen oder jungen Hunden (oder Katzen) möglicherweise nicht durchgeführt werden, da das Korotkow-Geräusch kaum wahrnehmbar ist. In diesem Fall sollte die oszillatorische Blutdruckmessung angewandt werden:

 

Blutdruck beim Hund oszillatorisch messen

Dieses Messprinzip, das im Allgemeinen wie die auskultatorische Messung funktioniert, wird beispielsweise von den Überwachungsmonitoren angewandt. Aber auch in der Tiermedizin sind kleinere Geräte im Kommen (siehe Handgelenkmessgeräte in der Humanmedizin), die den Blutdruck durch Zeigerausschläge am Messgerät oder als digitalen Wert darstellen.

 

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